Taufe

Taufe

Durch die Taufe wird der Täufling in die Glaubensgemeinschaft der Christen aufgenommen.

Mehr erfahren
Eucharistie

Eucharistie

In der Eucharistiefeier gedenken wir an das letzte Abendmahl Jesu, seinen Tod und seine Auferstehung.

Mehr erfahren
Vergebung

Vergebung

Nur Gott kann Sünden vergeben. Er hat aber den Jüngern Jesu und der Kirche die Vollmacht gegeben, Sünden zu vergeben. Jeder Mensch erfährt, dass er nicht nur gutes tut, sondern auch schlechtes in der Welt hinterlässt.

Mehr erfahren
Firmung

Firmung

„Durch das Sakrament der Firmung werden die Getauften vollkommener der Kirche verbunden und mit der besonderen Kraft des Heiligen Geistes ausgestattet“ sagt das 2. Vatikanische Konzil.

Mehr erfahren
Ehe

Ehe

Nach der Lehre der Kirche sind die sieben Sakramente heilige Zeichen, in denen uns Jesus Christus seine Liebe zuwendet und erfahren lässt. Er hat die Ehe zur Würde eines Sakramentes erhoben.

Mehr erfahren
Krankensalbung

Krankensalbung

Die Krankensalbung soll dem Kranken Hoffnung geben und das Vertrauen auf Gott stärken

Mehr erfahren

Die Sakramente sind heilige Zeichen, in denen sichtbar wird, dass Gott sich den Menschen schenkt. Das Wort der Verkündigung richtet sich an alle Menschen - glaubende und nichtglaubende. Die Sakramente dagegen werden innerhalb der Glaubensgemeinschaft an die bereits Glaubenden gespendet. Sie sind Zeichen des angenommenen Wortes. Sie unterstreichen, was im Wort der Verkündigung und im angenommenen Wort Gottes geschieht: das wir Gemeinschaft mit Gott haben. Man kann die Sakramente mit einer Geburtstagsfeier vergleichen, die Eltern ihren Kindern bereiten. Die Geschenke und Aufmerksamkeiten sollen nicht bedeuten, dass die Eltern ein Kind an seinem Geburtstag noch mehr lieb hätten als sonst. Vielmehr soll zum Ausdruck kommen, wie gut die Eltern es immer mit ihrem Kind meinen. Ähnlich verhält es sich mit den Sakramenten. Sie machen deutlich, welcher Art unser Einssein mit Gott nicht  nur in einem bestimmten Augenblick, sondern überhaupt zu jeder Zeit ist.

 

Die katholische Kirche kennt sieben Sakramente:

•          Taufe | Sakrament der Neugeburt als Kind Gottes

•          Eucharistie | Sakrament der lebendigen Gegenwart Gottes

•          Firmung | Sakrament der Initiation und der Stärkung

•          Ehe | Sakrament der Gegenwart Gottes in der Liebe

•          Beichte | Sakrament der Vergebung und der Versöhnung

•          Krankensalbung | Sakrament der Heilung

•          Priesterweihe | Sakrament der verbindlichen Nachfolge

 

Sie sind sichtbare Orientierungszeichen an zentralen Achsen menschlichen Lebens:

Am Beginn des Lebens (Taufe) und in Krankheit (Krankensalbung), bei der Suche nach Lebenszielen (Firmung), bei der Partnerentscheidung (Ehe), in Schuld und nach Versagen (Sakrament der Versöhnung/Beichte), bei der Frage, wovon und woraus man lebt (Eucharistie) und bei der Frage nach der Verbindlichkeit und Verlässlichkeit im Namen Jesu zu sprechen und zu handeln, zu binden und zu lösen (Priesterweihe).

 

Was ist ein Sakrament?

Heutzutage wissen viele Menschen nicht mehr, was ein Sakrament ist. Die Alten dagegen wussten es genau. Auch ich habe lange gebraucht, das zu verstehen. Fünf Jahre habe ich täglich viele Stunden studiert, was in allen christlichen Sprachen- von den Tagen der Bibel bis heute- über das Sakrament geschrieben worden ist. (...) Nach so vielen Mühen, Freuden, Flüchen und Segnungen entdeckte ich, was schon immer entdeckt war. Ich erfuhr etwas handgreiflich Einleuchtendes. Sakrament ist das, was schon immer lebte und was alle Menschen erleben, was ich aber nicht wusste und was nur wenige wissen. Ich begann die Landschaft der Dinge in Augenschein zu nehmen, die schon immer vor meiner Nase lagen.

Jeder Tag steckt voller Sakramente. In den Tiefenschichten des Alltäglichen gedeihen lebendige, erlebte und wirkliche Sakramente. Sakramente sind der Trinkbecher in unserer Familie, Mutters Polenta, der letzte Stummel einer Strohzigarette, den Vater hinterließ und den ich liebevoll aufbewahre, der alte Arbeitstisch, eine dicke Weihnachtskerze, die Blumenvase auf dem Tisch, ein Stück des Gebirgszuges , der alte steinige Weg, das elterliche Haus... All diese Dinge sind nicht mehr einfach Sachen. Menschen sind sie geworden. Sie sprechen zu uns, und wir sind in der Lage, ihre Stimme und ihre Botschaft zu vernehmen. Sie besitzen Innenleben und Herz, Sakramente sind sie geworden. Mit andern Worten: sie sind Zeichen, die eine andere von ihnen zu unterscheidende, in ihnen präsente Wirklichkeit enthalten, darstellen, an sie erinnern, sie sichtbar machen und vermitteln.

 

Leonardo Boff, Kleine Sakramentenlehre

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies).

Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.